Zuckeralternativen

Zuckeralternativen im Überblick

Geht man durch die Regale von gut sortierten Supermärkten, findet man mittlerweile viele verschiedene Alternativen zu dem üblichen Haushaltszucker. Dieser ist in den vergangenen Jahren ziemlich in Verruf geraten. Aber sind die neuen Zuckeralternativen wirklich besser? Und wann verwendet man welche am besten? Im folgenden Beitrag möchte ich etwas Licht ins Dunkle bringen.

Zuckeralternativen

Xylit / Birkenzucker

Xylit

Hat die Süßkraft von Zucker und lässt sich daher 1:1 ersetzen. Da es sich bei Xylit um einen Zuckeralkohol handelt, hat es einen sehr niedrigen glykämischen Index. Das bedeutet, dass die Aufnahme von Xylit den Blutzuckerspiegel nur sehr langsam und auch nur sehr gering ansteigen lässt. Dabei hat es nur 40% der Kalorien von haushaltsüblichem Zucker (statt 400 Kalorien nur 240 Kalorien je 100 g). Es ist zum Backen, für Süßspeisen und zum Herstellen von Marmeladen sehr gut geeignet. Es wird aus der Baumrinde von Birken gewonnen, daher auch der Name Birkenzucker. 

Kokosblütenzucker

Kokosblütenzucker

Kokosblütenzucker wird, wie der Name bereits verrät, aus der Blüte der Kokospalme gewonnen. Er besitzt einen glykämischen Index von 34 und pro 100g 380 Kalorien. Somit steigt der Blutzuckerspiegel geringer an als bei Haushaltszucker. Darüber hinaus sättigt er länger, wodurch Heißhunger verhindert wird. Der Geschmack ist ähnlich karamellig wie bei braunem Zucker. Zum Backen und Kochen ist er sehr gut geeignet und lässt sich ebenfalls 1:1 ersetzten. Kokosblütenzucker enthält einige wichtige Nährstoffe wie Kalium, Magnesium und Zink. Darüber hinaus liefert er Vitamin B und C. 

Agavendicksaft

Agavendicksaft

Agavendicksaft wird aus dem Saft der Agave hergestellt. Er besitzt die 1,2-fache Süßkraft von Zucker und hat mit einer glykämischen Last von 20 auch einen deutlich niedrigeren glykämischen Index als Haushaltszucker. Durch seine sehr flüssige Konsistenz kann  er allerdings nicht zu 100% den Haushaltszucker im Kuchen ersetzen. Zum Süßen von Getränken und Süßspeisen ist er allerdings hervorragend geeignet. Agavendicksaft hat pro 100g 304 Kalorien.

Honig

Honig

Bei Honig weicht der glykämische Index je nach Sorte voneinander ab, jedoch liegt er weit unter dem von haushaltsübliche Zucker. Honig enthält viele Vitamine und Mineralstoffe, wie zum Beispiel Vitamin B2, B6 und Vitamin C, sowie Magnesium, Eisen und Kalzium. Allerdings gehen die guten Stoffe im Honig verloren, wenn man ihn auf über 40 Grad erhitzt. Da Honig viel Wasser enthält und einen Eigengeschmack besitzt, empfiehlt es sich nicht, ihn zum Backen zu verwenden. Süßspeisen und Getränke können problemlos mit Honig gesüßt werden. Honig hat pro 100g ca. 280 Kalorien.

Ahornsirup

Ahornsirup

Der glykämische Index liegt bei rund 43, weshalb Ahornsirup den Blutzuckerspiegel geringer ansteigen lässt als raffinierter Haushaltszucker (glykämischet Index 70). Darüber hinaus enthält Ahornsirup wichtige Mineralien wie Calcium, Kalium, Magnesium und Eisen. Wenn man Ahornsirup beim Backen als Ersatz für weißen Zucker wählen möchte, sollte man die Menge auf 80% Ahornsirup reduzieren, da Ahornsirup eine stärkere Süßkraft als Haushaltszucker besitzt. 100g Ahornsirup enthalten 260 Kalorien.

Dattelsirup

Dattelsirup

Dattelsirup hat 289 Kalorien je 100g. Er eignet sich sehr gut für das Süßen von Desserts und zum Backen. Allerdings ist die Süßkraft von Dattelsirup höher als die von gewöhnlichem Zucker. Daher sollte man nur 80% der Zuckermenge durch Dattelsirup ersetzen. Der Sirup enthält sehr viele Mineralstoffe wie u. a. Calcium und Magnesium. Folsäure, Vitamin B3 und B5 sowie Beta Carotin sind ebenfalls in dem Dattelsirup enthalten. Darüber hinaus haben Studien ergeben, dass der Sirup eine antibakterielle Wirkung hat.

Ich hoffe, Ihr konntet Euch einen kurzen Überblick über die einzelnen Alternativen für Zucker verschaffen. Da alle diese Produkte gesund sind, könnt ihr einfach etwas ausprobieren und das Produkt verwenden, das Euch am besten schmeckt 🙂